Die Aukio Ateliers
Eine Lichtung
im Walde
Mitten im Kerschlacher Forst liegt ein Ort, der Geschichte trägt und heute Kunst hervorbringt. Von der Bundesstraße B2 zweigt ein schmaler Forstweg ab. Wer ihm folgt, verlässt die Welt der Straßenschilder und Ortschaften. Tannen und Fichten rücken näher, der Weg führt lange geradeaus.
Dann - völlig unerwartet - ein Tor. Dahinter unscheinbare Bauten,
von Bäumen umschlossen. Am Tor ein großes Schild: Aukio. Ab hier wird es unübersehbar.
Was einst geheim war und dem Ernstfall diente,
ist heute offen - und voll Leben.
Das Warnamt X, einst eine streng geheime Zivilschutzanlage für Oberbayern und Schwaben, wurde Ende der 1990er Jahre privatisiert. Im Dezember 2007 fanden sich hier die ersten Künstlerinnen und Künstler zusammen. Sie gaben dem Ort seinen neuen Namen: aukio — das finnische Wort für Lichtung im Walde. Heute arbeiten rund zwanzig Künstlerinnen und Künstler in Ateliers und Werkstätten, die aus Bunkern und Verwaltungsgebäuden entstanden sind.
MEIN ATELIER · AUKIO ATELIERS · KERSCHLACHER FORST
Der Weg
Schon die Fahrt dorthin ist ein Geschenk. Von Utting am Ammersee, unserem Zuhause, geht es südwärts - entlang des Seeufers, wo das Wasser morgens oft in einem zarten Nebel liegt.
Der Blick wandert nach Süden, in Richtung Weilheim, und die Alpen stehen da, blau und nah, als wären sie über Nacht näher gerückt.
MEIN ATELIER · AUKIO ATELIERS · KERSCHLACHER FORST
Das Atelier
Jahrelang habe ich zu Hause gewerkelt — irgendwie, irgendwo, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: Wohin damit, wenn ich fertig bin?
Anfang 2026 hat sich das geändert.
In den Aukio Ateliers in Kerschlacher Forst habe ich meinen Platz gefunden. 45 Quadratmeter, Licht, Luft — und endlich Raum, um wirklich zu arbeiten. Nicht nur für mich, sondern für bis zu zehn Menschen gleichzeitig, die hier mit Ton in Berührung kommen.
Was das bedeutet? Keine Kompromisse mehr. Kein Verstauen, kein Improvisieren, kein Zusammenräumen, bevor der nächste Tag beginnt. Einfach: ankommen, arbeiten, bleiben.
So soll es bleiben.
