Nahaufnahme einer älteren Frau mit blondem, gewelltem Haar, die in einem modernen Raum sitzt.

Das Herz berühren. Die Seele zum Lachen bringen.

Ton mag keine Eile. Das entspricht nicht unbedingt meinem Naturell — aber er ist mein Lehrmeister geworden.

Keramische Skulptur eines sitzenden Hasen mit langen Ohren, auf einem Holzuntergrund vor einer weißen Wand.

Wie ich zur Keramik kam

Ich bin Michaela Bein-Langelotz. Keramikerin, Kursleiterin, zu Hause im Fünfseenland zwischen Ammersee und Starnberger See.

Lange war mein Zuhause ein anderes. Über dreißig Jahre habe ich in der digitalen Welt gearbeitet – Marketing, E-Commerce, Grafikdesign. Ich habe Marken sichtbar gemacht, Kampagnen gebaut, Teams geführt, für Hotels, Händler und Medienhäuser. Studiert habe ich Betriebswirtschaft und und dann nochmal 2020 Sozialpädagogik.

Zeitgleich kam der Ton.

Kein gerader Weg. Kurse, Ausprobieren, Verwerfen. Ich habe an der Drehscheibe gesessen, Handaufbau gelernt, fremde Handschriften ausprobiert, bis etwas entstand, das sich nach mir anfühlt. Prägend waren die Kurse bei Andreas Hinder, Ute Naue Müller und Uta Beckert – bei ihnen habe ich Handwerk, Technik und Haltung gelernt und gemerkt, dass der eigene Weg im Ton weniger mit Können zu tun hat als mit Zulassen. Am Campus Naturalis in München habe ich mich zur kunstpädagogischen Praktikerin weitergebildet – dort ist zusammengekommen, was mich ausmacht: die Arbeit mit Menschen und die Arbeit mit Material.

Heute mache ich keramische Tierfiguren. Lustige Hühner, schlaue Füchse, stolze Schafe – handgefertigte Unikate, jedes mit eigenem Charakter. Tiere faszinieren mich wegen ihrer Eigenart. Und Unperfektion ist kein Fehler, sondern Haltung.

Kursleiterin bin ich eher ungeplant geworden. Menschen sahen meine Hühner und den Gockel und fragten, ob ich das nicht zeigen könnte. Konnte ich. Heute arbeite ich in meinem eigenen Atelier in den Aukio Ateliers im Kerschlacher Forst. „Aukio" ist finnisch für Lichtung im Walde – ein Ort, an dem man ankommen und einfach anfangen darf.

Denn das ist es, woran ich glaube: Kreativität ist kein Talent. Sie ist höchstens eingeschlafen. Du musst nichts können. Ton in den Händen – und der Rest kommt von allein.


Wo ich arbeite

Schwarz-Weiß-Zeichnung eines ruhigen Innenhofs mit einem mehrstöckigen Gebäude, Bäumen, einem Holzschild, einer Straße und einem Gehweg mit einigen Pflanzen.
Schwarz-Weiß-Zeichnung eines ruhigen Innenhofs mit einem mehrstöckigen Gebäude, Bäumen, einem Holzschild, einer Straße und einem Gehweg mit einigen Pflanzen.

Mein Atelier liegt in den Aukio Ateliers im Kerschlacher Forst. Ein außergewöhnlicher Ort zwischen Bäumen, wenige Kilometer vom Ammersee entfernt. Wer hierher kommt, kommt nicht zufällig. Der Raum hat eine eigene Energie, und die spürt man in der Keramik.

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Deine Hände wollen auch?

Für alle, die mal wieder etwas mit den Händen machen wollen. Die spüren möchten, wie es ist, wenn Zeit sich dehnt statt rast. Die einfach neugierig sind, was entsteht, wenn man loslässt.

Kein Vorwissen. Kein Plan. Nur Ton und du.

Ein geschnitzter Elefanten aus Holz, eine Blumenbank mit mehreren Töpfen mit Pflanzen, eine Wand mit einem Gemälde eines Esels mit roten Brillen, ein Fenster mit Blick ins Grüne